DMT (N, N‑Dimethyltryptamin) ist ein natürliches Psychedelikum, welches in einer Vielzahl von Pflanzen, im Menschen und in Tieren vorkommt. Meist wird es jedoch in extrahierter Form als kristallines Pulver angeboten.
Hauptwirkstoff
- N, N‑Dimethyltryptamin
Rechtlicher Status
- Illegal: Konsum, Besitz, Erwerb, Herstellung und Handel sind verboten
Konsumformen
- Geraucht als weiße Kristalle oder Pulver
- Verdampft in Vaporizer und E‑Zigaretten (aufgelöst in E‑liquid)
- Oral (z.B. in Form von Ayahuasca getrunken)
- Seltener geschnupft
Wirkungseintritt und -dauer
- Geraucht:
- Eintritt: nach einigen Sekunden
- Dauer: ca. 10 Minuten
- Geschnupft:
- Eintritt: nach einigen Minuten
- Dauer: ca. 45 Min
- Geschluckt:
- Eintritt: nach 30–60 Minuten
- Dauer: ca. 4–8 Stunden
Wird DMT mit einem MAO-Hemmer kombiniert, verlängert sich die Wirkungszeit.
Wirkungen
- Wahrnehmungsveränderungen (Sensorische Verzerrungen, erhöhte visuelle und akustische Sensibilität), eintauchen in „bizarre Welten“.
- Trennung von Körper und Geist, Ich-Auflösung, Gefühl mit der Umgebung zu verschmelzen
- Veränderung des Empfindens von Raum und Zeit (stark verlangsamtes Zeitgefühl)
- Gefühl der Glückseligkeit, Euphorie
- Herbeiführung intensiver Erinnerungen
- Gefühl von Schwerelosigkeit
- Tiefgreifende spirituelle oder mystische Erfahrungen
- Wechselnde Stimmungs- und Gefühlsschwankungen
Risiken und Nebenwirkungen
- Gefühl der Überforderung durch Auflösung der eigenen Identität, Flut an Sinneseindrücken, Kontrollverlust
- Angst, Panik, Paranoia
- Bad Trip („Horrortrip“)
- Eingeschränkte Reaktionsfähigkeit, Bewegungsstörungen, Gefühl des Fallens (Unfallrisiko)
- Anstieg von Blutdruck und Herz-/Pulsfrequenz
- Übelkeit und Erbrechen
- Zittern, Unruhe, Kopfschmerzen
Langfristige Risiken
- Latente Psychosen können ausgelöst werden
- Störungen der Selbst- und Realitätserkennung
Gut zu wissen …
- Auch wenn der Rausch von DMT beim Rauchen nur kurz ist, können Nacheffekte noch mehrere Stunden danach auftreten (bis zu 8 Stunden).
- DMT macht körperlich nicht abhängig und eine psychische Abhängigkeit wird auch eher als gering eingeschätzt.
- Da bei DMT Kontrollverlust und Angstzustände häufige Nebenwirkungen sind handelt es sich nicht um eine Partydroge.
- DMT kann in seltenen Fällen auch geschnupft oder gespritzt werden; beide Konsumformen sind jedoch unüblich und mit hohen Risiken verbunden. Beim Schnupfen ist die Wirkung oft schwach und unzuverlässig, zusätzlich kann es zu Reizungen der Nasenschleimhaut kommen. Die Injektion ist außerhalb der Forschung kaum verbreitet und birgt besonders hohe Gefahren wie Überdosierung und Infektionsrisiken.
„Set und Setting“
Das subjektive Erleben von DMT hängt nicht nur von der Dosis ab, sondern stark von „Set und Setting“. Dazu zählen die psychische Verfassung, Erwartungen und Erfahrungen der konsumierenden Person sowie die äußeren Umstände wie Ort, Umgebung und soziale Situation. Ein stabiles Mindset und eine sichere, vertraute Umgebung können helfen, psychische Risiken zu reduzieren. Eine nüchterne Begleitperson gilt dabei als wichtige Schutzmaßnahme.
Ayahuasca
Ayahuasca ist ein traditioneller pflanzlicher Sud aus dem Amazonasraum, der aus DMT-haltigen Pflanzen und der Liane Banisteriopsis caapi hergestellt wird, die natürliche MAO-hemmende Substanzen enthält (Stoffe, welche den Abbau von Botenstoffen wie Serotonin oder Adrenalin hemmen). Durch diese Kombination wird DMT beim Trinken überhaupt erst wirksam. Die Zubereitung und Anwendung haben eine lange rituelle und spirituelle Bedeutung in indigenen Kulturen. Die Wirkung setzt nach ca. 30–60 Minuten ein und die Erfahrung kann mehrere Stunden dauern. Aufgrund der intensiven körperlichen und psychischen Effekte sollte eine Ayahuasca-Erfahrung nicht unüberlegt gemacht werden. Eine Teilnahme in einem sicheren, erfahrenen und vertrauenswürdigen Rahmen ist dabei besonders wichtig.
Es gibt keinen Konsum von legalen und illegalen Drogen ohne Risiko!
Beim Konsum jeder legalen und illegalen Droge hängen die subjektiv empfundenen Wirkungen von verschiedenen Faktoren ab (Konsumform, Dosis, Alter, Geschlecht, Umfeld, Stimmungslage sowie Erfahrung und Erwartung).
Der Konsum jeder Droge kann zu einer Abhängigkeit führen.
Vom Konsum legaler und illegaler Drogen ist abzuraten:
- Im Jugendalter (körperliche und psychische Entwicklung)
- Im Straßenverkehr und bei anderen Tätigkeiten, die einen „klaren Kopf“ erfordern (z. B. Sport, Bedienen von Maschinen, …)
- Am Arbeitsplatz/in der Schule
- Während der Schwangerschaft und der Zeit des Stillens
- Bei Vorerkrankungen
Zudem ist besondere Vorsicht geboten:
- Wenn die Qualität des Produkts unbekannt ist und nicht kontrolliert werden kann
- Bei Mischkonsum, z. B. beim Konsum von Alkohol und anderen Drogen
- Bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten
Wenn man bemerkt, dass es einer Person nach dem Konsum von legalen oder illegalen Drogen nicht gut geht, sollte man verantwortungsvoll handeln und sich um sie kümmern. Im Zweifelsfall den Notruf wählen und Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten.