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Nexus, 7th Heaven, Erox, Herox, CeeBee, Lucky 7

2C‑B ist eine syn­thetis­che Substanz aus der Gruppe der Phenethy­lamine. Es handelt sich um ein starkes Psy­che­de­likum, das zusätzlich auch stim­ulierende Wirkungen haben kann.

Nach dem Verbot von MDMA in mehreren Ländern wurde 2C‑B zeitweise als Ersatzstoff in Ecstasy-Tabletten verwendet und verbreitete sich so in der Partyszene. Bis Ende der 1990er-Jahre wurde 2C‑B zudem unter dem Namen Nexus“, unter anderem als Aphro­disi­akum, vermarktet, bevor es in vielen Ländern verboten wurde.

Hauptwirkstoff

  • 2C‑B (4‑Brom‑2,5‑dimethoxyphenethylamin)

Rechtlicher Status

  • Illegal: Konsum, Besitz, Erwerb, Herstellung und Handel sind verboten.

Konsumformen

  • Meistens geschluckt (als Tabletten, Kapseln oder als weißes Pulver)
  • Seltener gesnifft“ (geschnupft)

Wirkungseintritt und -dauer

  • Oral aufgenommen:

    • Eintritt: 30–60 Minuten
    • Dauer: ca. 4–8 Stunden

  • Gesnifft“ (geschnupft):

    • Eintritt: 5–10 Minuten
    • Dauer: ca. 4–8 Stunden

Wirkungen

  • Allgemeine Inten­sivierung und/​oder Verfremdung der Sinneswahrnehmungen: Töne, Farben, Geschmäcke, Gefühle usw. werden verändert wahrgenom­men
  • Optische Sinnestäuschun­gen: Gegenstände geraten in Bewegung und wirken verzerrt, Kör­per­pro­por­tio­nen werden verändert wahrgenom­men usw.
  • Veränderung der Selb­st­wahrnehmung und der räumlichen Wahrnehmung
  • Veränderung des Empfindens von Raum und Zeit
  • Steigerung der Energie, Gefühl der Glück­seligkeit, Euphorie
  • Empathie, Nähe und Ver­bun­den­heit zu anderen Menschen
  • Intensives Erleben der eigenen Gefühle, erhöhte emotionale Sen­si­bil­ität
  • Auflösung der Grenzen zwischen sich selbst und der Umgebung
  • Sexuelle Stimulation
  • Appeti­t­losigkeit

Risiken und Nebenwirkungen

  • Angst, Panik (bis hin zur Todesangst), Risiko eines Bad Trip“ / Horrortrip“
  • Abnahme der Urteils­fähigkeit
  • Gestörtes Bewusstsein, Ver­wirrtheit, Des­ori­en­tierung
  • Verminderte Konzen­tra­tion, Benom­men­heit, Schwindel
  • Innere Unruhe, Über­stim­u­la­tion und Schlaflosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Beschle­u­ni­gung des Herzschlags und Erhöhung des Blutdrucks
  • Die Kör­pertem­per­atur kann unangenehm zwischen heiß und kalt schwanken.
  • Brennende Schmerzen und Reizungen der Nasen­schleimhaut beim sniefen
  • Ungewollte Erektionen

Langfristige Risiken

Zu den langfristi­gen Auswirkun­gen von 2C‑B gibt es nur wenige wis­senschaftliche Studien, die Datenlage ist also begrenzt.

  • Man kann jedoch davon ausgehen, dass das körperliche Abhängigkeitspoten­zial als sehr gering gilt. Eine psychische Abhängigkeit ist möglich, kommt jedoch auch eher selten vor.
  • Ins­beson­dere bei Personen mit psychischer Vor­be­las­tung können Psychosen ausgelöst werden.
  • Eine Tol­er­anz­bil­dung ist möglich: Bei wieder­holtem Konsum kann sich eine Gewöhnung entwickeln, sodass höhere Mengen benötigt werden, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

Gut zu wissen …

  • 2C‑B gehört zur Stoffgruppe der sogenannten 2C‑X‑Substanzen – einer Familie psy­che­delis­ch­er Phenethy­lamine, die in den 1970er‑Jahren erstmals syn­thetisiert wurden. 2C‑B ist das bekannteste Derivat, jedoch nicht das einzige. Die ver­schiede­nen 2C‑X‑Substanzen ähneln sich in ihrer Grund­wirkung, unter­schei­den sich jedoch teils deutlich in Dosierung, Intensität und Wirkdauer.
  • Die Wirkungen von 2C‑B hängen stark von der Dosierung ab: Niedrige Mengen wirken eher stim­ulierend und eupho­risierend, bei höheren Dosen treten deutlich intensivere psy­che­delis­che und hal­luzino­gene Wirkungen auf. Besondere Vorsicht bei der Dosierung ist wichtig, da bereits kleine Unter­schiede in der Menge große Verän­derun­gen in der Wirkung bewirken können.
  • 2C‑B wird eher selten geschnupft, da die Einnahme über die Nase häufig mit starken brennenden Schmerzen und Reizungen der Nasen­schleimhaut verbunden ist. Dies kann die Erfahrung deutlich negativ bee­in­flussen.
  • Da der Wirkstoff typ­is­cher­weise ebenfalls in Pillenform verkauft wird und diese äußerlich oft an klassische MDMA-Tabletten erinnern, besteht eine erhöhte Ver­wech­slungs­ge­fahr.

Tusi“, Pink Cocaine“, Tucibi“ ≠ 2C‑B

Tusi“, auch Pink Cocaine” oder Tucibi“ genannt, ist nicht dasselbe wie 2C‑B. Tusi ist eine rosa gefärbte Mischung, deren Zusam­menset­zung stark variieren kann und die oft wenig oder gar kein 2C‑B enthält. Der Name und die Farbe sind irreführend und welche Stoffe tatsächlich enthalten sind, lässt sich erst durch eine Analyse feststellen, da es keine stan­dar­d­isierte Zusam­menset­zung oder feste Mis­chungsver­hält­nisse für Tusi gibt.

Aphrodisierende Wirkung & Safer Sex“

2C‑B kann das sexuelle Verlangen und die körperliche Sen­si­bil­ität steigern. Diese Effekte unter­schei­den sich je nach Dosis, Situation und Person. Gle­ichzeit­ig kann der Konsum das Urteilsver­mö­gen und die Wahrnehmung beein­trächti­gen, was zu uner­wün­scht­en sexuellen Risiken führen kann. Es ist wichtig, dass Sex nur stattfindet, wenn beide Personen klar und aus­drück­lich zustimmen. Ein­vernehm­lichkeit muss jederzeit gegeben sein und respektiert werden. Zur Ver­ringerung des Risikos von sexuell über­trag­baren Infektionen und ungewollten Schwanger­schaften wird die Verwendung von Kondomen empfohlen.

Es gibt keinen Konsum von legalen und illegalen Drogen ohne Risiko!

Beim Konsum jeder legalen und illegalen Droge hängen die subjektiv empfundenen Wirkungen von ver­schiede­nen Faktoren ab (Konsumform, Dosis, Alter, Geschlecht, Umfeld, Stim­mungslage sowie Erfahrung und Erwartung).

Der Konsum jeder Droge kann zu einer Abhängigkeit führen.

Vom Konsum legaler und illegaler Drogen ist abzuraten:

  • Im Jugendalter (körperliche und psychische Entwicklung)
  • Im Straßen­verkehr und bei anderen Tätigkeiten, die einen klaren Kopf“ erfordern (z. B. Sport, Bedienen von Maschinen, …)
  • Am Arbeitsplatz/​in der Schule
  • Während der Schwanger­schaft und der Zeit des Stillens
  • Bei Vor­erkrankun­gen

Zudem ist besondere Vorsicht geboten:

  • Wenn die Qualität des Produkts unbekannt ist und nicht kon­trol­liert werden kann
  • Bei Mischkonsum, z. B. beim Konsum von Alkohol und anderen Drogen
  • Bei gle­ichzeit­iger Einnahme von Medika­menten
112

Wenn man bemerkt, dass es einer Person nach dem Konsum von legalen oder illegalen Drogen nicht gut geht, sollte man ver­ant­wor­tungsvoll handeln und sich um sie kümmern. Im Zweifels­fall den Notruf wählen und Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten.

Fro No

Support Hotline

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