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Keta, K, Special K, Vitamin K, Super K

Ketamin ist ein syn­thetis­ches Narkosemit­tel. Es wurde 1960 entwickelt und wird bis heute in der Human- und Vet­er­inärmedi­zin wegen seiner anäs­thetis­chen und schmer­zlin­dern­den Eigen­schaften eingesetzt. Seit einigen Jahren wird es auch in der Behandlung ther­a­piere­sisten­ter Depres­sio­nen (unter ärztlicher Kontrolle) eingesetzt.

Außerhalb des medi­zinis­chen Rahmens wird Ketamin zu Freizeitzweck­en konsumiert, haupt­säch­lich wegen seiner dis­sozia­tiv­en, schmer­zlin­dern­den und psy­che­delis­chen Wirkungen.

Hauptwirkstoff

  • Ketamin (Ket­a­m­in­hy­drochlo­rid)

Rechtlicher Status

  • Illegal: Konsum, Besitz, Erwerb, Herstellung und Handel sind verboten.

Konsumformen

  • Meistens gesnieft“ (geschnupft) (als weißes kristallines Pulver)
  • Geschluckt (in einem Getränk aufgelöst, seltener als Tablette oder Kapsel)
  • Seltener gespritzt (im medi­zinis­chen Rahmen)

Wirkungseintritt und -dauer

  • Gesnifft“ (geschnupft):
    • Eintritt: nach ca. 5–15 Minuten
    • Dauer: ca. 45–90 Minuten
  • Oral aufgenommen:
    • Eintritt: nach ca. 5–20 Minuten
    • Dauer: ca. 45 Minuten bis 2 Stunden
  • Gespritzt:
    • Eintritt: nach einigen Sekunden bis Minuten
    • Dauer: ca. einige Minuten bis 1 Stunde

Nacheffekte können 1 bis mehrere Stunden anhalten.

Wirkungen

  • Dis­sozia­tive Zustände (Ich-Dis­tanzierung, Gefühl der Loslösung vom Körper und der Umgebung („out of body experience“), Ver­schmelzung mit der Umgebung)
  • Gefühl des Schwebens, der Schw­erelosigkeit
  • Wahrnehmungsverän­derun­gen (Sensorische Verz­er­run­gen, erhöhte visuelle und akustische Sen­si­bil­ität)
  • Real­itätsver­lust, traumähn­liche Zustände, Nah­toder­fahrung
  • Verändertes Raum- und Zeit­empfind­en
  • Gefühl des Wohlbefind­ens, Gefühl emotionaler Entlastung
  • Enthemmung
  • Gefühl von inten­siviertem Verständnis
  • Verminderte Schmerzempfind­lichkeit, verminderte körperliche Wahrnehmung
  • Appeti­t­losigkeit

Risiken und Nebenwirkungen

  • Angst, Panik
  • Ver­wirrtheit, beein­trächtigtes Urteilsver­mö­gen
  • Eingeschränk­te motorische Fähigkeiten: reduzierte Koor­di­na­tion und Orientation, ver­langsamte Reflexe, unsicherer Gang (Unfall­risiko)
  • Seh- und Sprach­störun­gen
  • Reizung der Nasen­schleimhaut und Schmerzen bei wieder­holtem Sniefen
  • Anstieg von Blutdruck und Puls­fre­quenz
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Müdigkeit und Unwohlsein nach dem Konsum

Langfristige Risiken

  • Abhängigkeit
  • Psychosen
  • Ver­wirrtheit, Angstzustände, Stim­mungstiefs, Unruhe, Paranoia
  • Depressive Verstimmung
  • Gedächtnis‑, Aufmerk­samkeits- und Konzen­tra­tionsstörun­gen
  • Schädi­gun­gen der Blase und der Harnwege („Ketamin-Blase“), Nieren- und Leber­schä­den
  • Herz-Kreislauf-Probleme

Gut zu wissen …

  • Die Wirkungen von Ketamin hängen stark von der Dosis ab: Bei niedrigen Dosen eher stim­ulierende und euphorische Effekte, bei höheren Dosen eher sedierende und betäubende Wirkungen.
  • Bei wieder­holtem Konsum kann sich eine rasche Tol­er­anzen­twick­lung einstellen, sodass höhere Dosen benötigt werden, um die gleichen Effekte zu erzielen.
  • Da Ketamin Übelkeit und Erbrechen verursachen und die Schluck­re­flexe beein­trächti­gen kann, besteht Erstick­ungs­ge­fahr. Daher sollte vor sowie während dem Konsum nichts gegessen oder getrunken werden.
  • Wieder­holter und langfristiger Konsum kann zu Blasen- und Harn­wegss­chä­den führen („Ketamine Bladder“).

Verletzungsrisiko

Ketamin reduziert die Schmerzempfind­ung stark, was dazu führen kann, sich zu verletzen, ohne es zu bemerken. Gle­ichzeit­ig beein­trächtigt es Gle­ichgewicht und Koor­di­na­tion, wodurch das Sturzrisiko steigen kann. Es wird daher empfohlen, während des Konsums und der Wirkungs­dauer sitzen oder liegen zu bleiben und Bewegungen zu vermeiden. Auch die Umgebung sollte beachtet werden, da die Reak­tions­fähigkeit bei Stürzen oder Unfällen stark eingeschränkt sein kann.

K‑hole

Der Begriff K‑Hole“ beschreibt einen Zustand intensiver Dis­sozi­a­tion nach hoher Ketamin-Dosis. Dies bedeutet, dass Betroffene oft eine starke Trennung von Körper, Geist und Umwelt sowie ausgeprägte Wahrnehmungsverän­derun­gen, etwa Hal­luz­i­na­tio­nen, Tunnel-Erlebnisse und eine verzerrte Zeit- und Raumwahrnehmung erleben. Auch Nahtod-ähnliche Gefühle können auftreten. Das Erleben ist individuell: Manche empfinden es als tiefgehend oder mystisch, andere als beängsti­gend oder über­wälti­gend. Für einige Kon­sum­ierende ist ein K‑Hole ein bewusst angestrebter Zustand.

Es gibt keinen Konsum von legalen und illegalen Drogen ohne Risiko!

Beim Konsum jeder legalen und illegalen Droge hängen die subjektiv empfundenen Wirkungen von ver­schiede­nen Faktoren ab (Konsumform, Dosis, Alter, Geschlecht, Umfeld, Stim­mungslage sowie Erfahrung und Erwartung).

Der Konsum jeder Droge kann zu einer Abhängigkeit führen.

Vom Konsum legaler und illegaler Drogen ist abzuraten:

  • Im Jugendalter (körperliche und psychische Entwicklung)
  • Im Straßen­verkehr und bei anderen Tätigkeiten, die einen klaren Kopf“ erfordern (z. B. Sport, Bedienen von Maschinen, …)
  • Am Arbeitsplatz/​in der Schule
  • Während der Schwanger­schaft und der Zeit des Stillens
  • Bei Vor­erkrankun­gen

Zudem ist besondere Vorsicht geboten:

  • Wenn die Qualität des Produkts unbekannt ist und nicht kon­trol­liert werden kann
  • Bei Mischkonsum, z. B. beim Konsum von Alkohol und anderen Drogen
  • Bei gle­ichzeit­iger Einnahme von Medika­menten
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Wenn man bemerkt, dass es einer Person nach dem Konsum von legalen oder illegalen Drogen nicht gut geht, sollte man ver­ant­wor­tungsvoll handeln und sich um sie kümmern. Im Zweifels­fall den Notruf wählen und Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten.

Fro No

Support Hotline

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